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Tennis: Bei TVR-Jugend-Hallenmeisterschaften gewinnen Annika Berrendorf und Flynn-Tjark Baumert

Souveräner Rheinland-Meister: Flynn-Tjark Baumert vom HTC Bad Neuenahr gab im gesamten Turnier gerade einmal vier Spiele ab. Foto: TVREnge Spiele bei den Mädchen, ein souveräner Jungen-Meister und durch schlechte Teilnehmerzahlen nur zwei gespielte Konkurrenzen – so könnte man die Jugend-Hallenmeisterschaften 2019 des Tennisverbandes Rheinland (TVR) zusammenfassen. „Trotz der geringen Teilnehmerzahl haben wir hochklassiges Tennis gesehen“, lautete das Fazit der neuen TVR-Jugendwartin Sandra Beyl aus Lahnstein. „Das Potenzial ist gut, darauf wollen wir aufbauen.“ In Flynn-Tjark Baumert vom HTC Bad Neuenahr gab es einen souveränen Sieger, der gerade mal vier Spiele abgab. Dagegen war der Titelgewinn bei den Mädchen U18 heiß umkämpft. Im Endspiel setzte sich die Andernacherin Annika Berrendorf mit 10:7 im Matchtiebreak gegen Laura Schmitz (Bad Neuenahr) durch. Die hatte zuvor im Halbfinale etwas überraschend Emilia Feodorovici vom TC Mülheim-Kärlich, top gesetzt, mit 6:4, 7:5 bezwungen. „Ich bin immer positiv geblieben“, meinte Schmitz, „allerdings hatten wir heute beide keinen guten Tag.“ Vorentscheidend sei ihr Break zum 3:2 im zweiten Satz gewesen. Im anderen Halbfinale hatte Berrendorf nur im zweiten Durchgang Probleme mit Liliana Danajlovski aus Bad Neuenahr. Ihre Kontrahentin ärgerte sich „nach verschlafenem ersten Satz“ über das 6:7 trotz 4:1-Führung. Einen starken Auftritt hatte die Jüngste im Mädchen Feld: Mara Porcos vom TC Mülheim-Kärlich, Jahrgang 2005, musste notgedrungen im der Klasse W18 antreten. Sie leistete beim 4:6, 6:7 im Viertelfinale gegen Berrendorf energischen Widerstand. Landestrainer Sascha Müller attestierte den jüngeren Jahrgängen eine „gute Qualität“, aber es fehle an der Masse. Was ganz besonders für die weiblichen Jugendklassen gilt. Das besondere Augenmerk des Trainers galt in Andernach dem Wettbewerb M14. „Er ist seiner Favoritenrolle gerecht geworden“, kommentierte Müller das glatte 6:1, 6:2 von Baumert, Freiplatzmeister 2018, im Endspiel gegen Julian Franzmann (TC BW Bad Kreuznach). „Baumert war dominant, aber Julian hat dagegengehalten und sich gut präsentiert“, so der Coach. „Beide trainieren ja im Kader zusammen, und es hat Spaß gemacht, zuzuschauen, wie sie sich in einem ernsthaften Spiel gegenüberstehen.“ Das Halbfinale gegen Finn Gerharz aus Bad Ems hatte Baumert gar mit einer Doppel-Null für sich entschieden, während sich Franzmann in der Vorschlussrunde gegen den Bad Kreuznacher Julius Schäfer mit 6:3, 6:1 durchsetzte. „Es haben sich diejenigen ins Halbfinale gespielt, von denen es zu erwarten war“, fasste der Landestrainer den Wettkampf M14 zusammen. Besonders zufrieden war Müller mit der Präsenz seiner Kaderspieler. Allerdings mangele es an Nicht-Kaderspielern. Man müsse mit den Vereinen reden.

„Vor allem mit denen, die zahlreiche junge Spielerinnen und Spieler haben, bei diesen Meisterschaften aber nicht vertreten waren“, lautete Sascha Müllers Vorschlag. Man sei auf die Mithilfe der Vereine angewiesen, betonte Sandra Beyl, deren Augenmerk jetzt den Freiplatz-Meisterschaften gilt.