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Tennis: 37. Meisterehrung des TVR in Ochtendung / Viel Beifall für Titel-Team des TC Siershahn

Als Deutscher Mannschaftsmeister beendete die Herren75-Mannschaft des TC Siershahn die Tennissaison 2019 (v.l.): Michael Hanusch, Hans-Dieter Schmitt, Werner Ogrzall, Dieter Roth, Heinz Wagner, Gordon Waygood, Hans-Erich Hess. Glückwünsche gab’s von TVR-Präsident Ulrich Klaus (l.) und TVRP-Seniorenreferentin Katrin Spanke. Foto: TVREinen „anderen Modus“ kündigte Ulrich Klaus an, als er die 37. Meisterehrung des Tennisverbandes Rheinland (TVR) in der Ochtendunger Kulturthalle eröffnete. Und dann las der DTB- und TVR-Präsident den Anwesenden die Leviten. Das Verbandspräsidium, so Klaus, habe beschlossen, diesmal auf die traditionelle Begrüßungsrede des Präsidenten zu verzichten. „Lärmpegel und Unaufmerksamkeit“ im Publikum hätten in der Vergangenheit dazu geführt, dass „nicht mehr richtig zugehört“ wurde, stellte der ehemalige Gymnasiallehrer fest und sorgte damit für gespannte Ruhe in der gute besetzten Halle. Und dann wurde es doch eine Ansprache, wenn auch kürzer als gewohnt. „Ich habe mich dazu hinreißen lassen“, so „Sepp“ Klaus später. Von einem ereignisreichen Jahr berichtete er, mit „viel Engagement“, obwohl die Zahl der Aktiven „leider rückläufig“ sei. „Die Wirkung des LK-Systems hat nachgelassen, aber es wird renoviert“, kündigte Klaus an. Der Ranglisten-Ausschuss wird sich mit dem „dicken Bauch“ des Bereiches LK 18 bis 23 befassen, ebenso mit der Anerkennung der Doppelspiele und der Einbeziehungen der U10. Dann gab der Verbandspräsident „Feuer frei“ für die Ehrung, die zahlreiche Tennisfreunde angelockt hatte und die von Anneliese Schönberg in bewährter charmanter wie bestimmter Manier („Für jeden nur ein Nikolaus“) dirigiert wurde. 79 Namen tauchten auf der Meisterliste auf, insgesamt wurden 36 Vereinsmeister und 43 Einzelsieger geehrt.

Zuvor war bereits TVR-Präsident Klaus als Aktiver zusammen mit seinen Vereinskameraden von der SG Post-SV Koblenz/Lahnstein für die Oberliga-Meisterschaft Herren 65 ausgezeichnet worden, dann betraten die Herren 75 des TC Siershahn das Podest. Zum nächsten Höhepunkt bat Organisatorin Schönberg eine Handvoll rüstiger älterer Herren auf die Bühne. „Es ist ganz besonders erfreulich, dass uns das Jahr 2018 einen veritablen deutschen Meister beschert hat“, rief Anneliese Schönberg unter großem Beifall ins Publikum, dann betraten die Spieler der Herren 75-Mannschaft des TC Siershahn das Podest. Erstmals sei ein nationaler Mannschafts-Titelkampf in dieser Altersklasse ausgetragen worden, berichtete Teamkapitän Dieter Roth, deutscher Doppel-Vizemeister in der Halle. Im Finale bezwangen die Westerwälder, in deren Reihen neben Roth auch der zweimalige deutsche Vizemeister und Weltranglisten-Sechste Heinz Wagner stand, Gastgeber TV Espelkamp mit 3:3/7:6. „Es war ganz knapp, der Erfolg stand nach dem glatten Sieg des ersten Doppels fest“, erläuterte Roth. Den entscheidenden Satz hatte Gordon Waygood bei seiner 1:2-Niederlage geholt, danach war es ein Rechenexempel. Den „größten Erfolg meiner Karriere“ feierte Roman Garzorz vom TC Oberwerth mit der deutschen Freiplatz-Vizemeisterschaft an der Seite seines Vereinskameraden Lars Wellmann im Doppel Herren 40, nachdem er zusammen mit seinem Doppelpartner vorletztes Jahr DM-Dritter geworden war. Wellmann wurde in Bad Neuenahr zudem Einzel-Vizemeister, bei den RLP-Meisterschaften holte er sich den Einzeltitel in der Klasse Herren 30. Zwar gibt es das Koblenzer Doppel kommende Saison nicht mehr, weil Garzorz, der dieses Jahr auch RLP-Meister Herren 40 (Freiplatz) wurde, nach Bad Ems wechselt. „Aber bei der DM in Bad Neuenahr wollen wir 2019 endlich den Doppel-Titel gewinnen“, kündigte er an. Für Margreth Beyer vom Andernacher TC ist eine Meisterehrung schon Routine. „Eigentlich wollte ich meinen Titel als deutsche Meisterin bei den Damen 60 erfolgreich verteidigen“, meinte Beyer, die immerhin in Baden-Baden Europameisterin wurde: „Glück für mich, dass meine französische Halbfinalgegnerin nicht antrat“, stellte Beyer fest. „Das wäre ganz eng geworden.“ 2019 ist ihr letztes Jahr bei den Damen 60, „da will ich in den vier, fünf großen Turnieren immer wenigstens ins Halbfinale kommen“, lautete ihr Wunsch. „Ich freue mich schon darauf, das ist wie ein Wiedersehen in einer großen Familie.“