Wassersport: Fantastischer Sommer für Barfuß-Wasserski-Asse um Steffi Kirsch

Die Siegerinnen in der Damen-Kombination bei der WM im kanadischen Napannee: Rachel Normand (USA/Platz 1) freut sich in der Mitte neben der Rheinland-Pfälzerin Steffi Kirsch (l.) und der drittplatzierten Svenja Hempelmann. Foto: F. KirschFür eine Goldmedaille aus 2017 und viel Lametta in 2018 wurde die Ärztin Steffi Kirsch mit dem Titel „Sportlerin des Jahres“ im deutschen Wasserski und Wakeboard Verband geehrt. Durch hartes Aufbautraining im Kraftraum und intensives Training im Frühjahr in Florida mit Robert Teuretzbacher, einem der erfahrensten und weltbesten Trainer, waren die Voraussetzungen sowohl für Steffi als auch Tochter Jacky für eine vielversprechende Saison gegeben. Das erste internationale Kräftemessen waren die Patrik Wehner Open im Juni in Belfast/Nordirland. Frank Zinn (Treis-Karden) erreichte sensationell den zweiten Platz in der Kombination vor Steffi Kirsch (Herren und Damen wurden gemeinsam gewertet). Bei den Wertungen Damen Einzel gab es dreimal Platz eins für Steffi Kirsch. Gemeinsam mit Holland und Belgien wurden die Deutschen Meisterschaften im belgischen Lommel ausgetragen – wegen des hohen technischen Aufwandes für Organisation und Durchführung und um Kosten zu sparen organisieren die drei Länder die Titelkämpfe abwechselnd. Bei traumhaften Bedingungen gab es Rekorde, Persönliche Bestleistungen und insgesamt hervorragende Ergebnisse.

Steffi Kirsch erreichte Platz zwei in Tricks hinter Svenja Hempelmann und holte Gold im Slalom, Springen und Kombination. Der Hermeskeiler Christian Kurz gewann Gold in der Kombination und bei der Jugend siegte Ben Zinn sensationell in Tricks und Slalom und gewann die Kombination – und das, obwohl er mit 13 Jahren der Jüngste war. Auch im internationalen Vergleich waren fast überall Deutsche oben auf dem Treppchen – und die Rheinland-Pfälzer immer oben auf. Der einzige Wettkampf, an dem die 18 Jahre alte Jacky Kirsch teilnehmen konnte, waren die Scandinavian Open in Schweden. Dort ließ sie wie schon im Vorjahr bei der EM in Tricks alle hinter sich. Beste deutsche Teilnehmerin war Svenja Hempelmann, die auch die Kombination für sich entschied. Wieder sensationell: Ben Zinn, der bei der Jugend fast alles abräumte. Traditionsgemäß fand zum Abschluss der Europasaison der „Change Open“ in Holland statt. Besonderes Spektakel: Nachtspringen. Live und auf einem großen Bildschirm am Strand waren Publikum und Teilnehmer begeistert von den Sprüngen und Flügen unter Flutlicht. Steffi Kirsch gewann vor ihrer Rivalin Svenja Hempelmann die Kombinations-Goldmedaille. Bei den Herren gewann Frank Zinn, Sohn Ben erreichte Platz zwei bei den Junioren – bei der Junioren-EM hatte er zuvor schon Bronze geholt. Bleibt noch die WM in Kanada. Nur wenige Deutsche konnten sich qualifizieren und tatsächlich haben nur die beiden DMWV-Aushängeschilder Steffi Kirsch und Svenja Hempelmann teilgenommen. Der See wurde seinem Namen vollauf gerecht – es war ein traumhaftes Event. Nicht nur das Wasser bot den Läufern optimale Bedingungen, auch abseits des Wassers wurden sie verwöhnt. Bei Livemusik konnte man den Tag mit alten und neuen Freunden ausklingen lassen. Sportlich waren die deutschen Starter sehr erfolgreich. Kirsch und Hempelmann trumpften in der Seniorenklasse richtig auf. Steffi gewann drei Silbermedaillen und einmal Bronze, Svenja eine Silber- und drei Bronzemedaillen. Beide mussten sich lediglich der ehemaligen Weltmeisterin in der offenen Klasse, Rachel Normand, geschlagen geben. Sensationell schnappte sich die deutsche Equipe den Titel des Vizemeisters im Teamevent hinter den USA. Fazit: Ein fantastischer Sommer für unseren spektakulären Barfuß-Wasserski-Sport.