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Turnen: Historischer Erfolg für TG Nieder-Ingelheim bei Internationalen Aerobic Championships in den USA

Ganz oben auf dem Treppchen: Patricia Steinjan und Paul Engel gewannen in den USA im Mixed Pair. Foto: TG Nieder-IngelheimZum ersten Mal hat sich das Team der TG 1847 Corporation Nieder-Ingelheim einen internationalen Titel in der Erwachsenenklasse geschnappt. Mit dem Gewinn der Goldmedaille ist den Ingelheimern in den Kategorien Duo und Trio bei den Internationalen Aerobic Championships in den USA der größte Erfolg in der Vereinsgeschichte gelungen. Acht Athleten starteten in Phoenix bei der 28. Auflage der Internationalen Championships des Aerobicweltverbandes ANAC. Die ANAC begrüßte in Arizona über 400 Weltklassesportler aus 15 Nationen in der Wettkampfarena des Grand Resort Hotels. Die Favoriten kamen aus Australien, Argentinien oder China und mussten sich erstmals in der Geschichte der ANAC einem Deutschen Team geschlagen geben. Patricia Steinjan und Paul Engel gewannen im Mixed Pair. Die beiden heimsten in dieser Saison bereits drei internationale Medaillen in der Königsklasse dieser Turnsportart ein. „Der Gewinn der Goldmedaille bei unserem Saisonhöhepunkt rundet die diesjährige Wettkampfserie ab. Bereits in der ersten Vorrunde konnte sich unser Paar deutlich von der Konkurrenz absetzen, was den amerikanischen TV-Sender FOX 10 zu einer Berichterstattung anregte, in dem das Ingelheimer Duo bereits vor dem Finale als Favorit auf den WM-Titel gehandelt wurde – und diese Einschätzung kam von keinem anderen als dem Erfinder der Wettkampfaerobic Howard Schwartz,“ berichtet der Ingelheimer Sportlehrer Dirk Engel-Korus. Und tatsächlich hielten die Ingelheimer auch im Finale die Konkurrenz in Schach und fuhren mit 20,55 Punkten auf den Punkt das beste Saisonergebnis ein.

Die zweite Goldmedaille gewann das Aerobicturnteam der TG in der Kategorie Trio. Patricia Steinjan, Nadja Mack und Amelie Jung führten in allen drei Runden das Starterfeld an und siegten souverän im Finale mit 19,638 Punkten vor Fabienne Fey, Dajana Naeveke und Jenna Eggenstein (18,994 Punkte). Bronze ging mit 18,511 an Argentinien. „Die Zusammensetzung unserer Trios hat sich aus der Konstellation der neun Startplätze ergeben, die wir in Phoenix wahrgenommen haben. Eine Prognose, wie weit die beiden Trios kommen könnten wäre, reine Spekulation gewesen und der Gewinn der Medaillen ist ein Stück weit überraschend“, resümierte die Ingelheimer Diplom-Sportlehrerin und TGN-Trainerin Katrin Engel. Im Einzel der Männer landete Paul Engel wie schon 2017 im Finale auf dem dritten Platz. Dieses Mal reichten für den Bronze-Gewinn 20,05 Punkte. Kurios war, dass der Sportler des Jahres der Stadt Ingelheim im Finale von den Kampfrichtern punktgleich mit dem Chinesen Jiaqi Jiang gesetzt wurde, was dazu führte, dass eine Teilnote über die Platzierung entschied. Das Tüpfelchen auf dem i war der Gewinn der Silbermedaille der TG-Gruppe. Das Ingelheimer Trainerteam hatte die Konkurrenz in dieser Klasse studiert, allerdings selbst kein Team gemeldet. „Die richtige Interpretation des Reglements und ein kreativer Touch hat uns einen Podiumsplatz eingebracht“, äußerte sich Engel sehr zufrieden über Silber und über die Medaillenausbeute ihres Teams mit Viola Grabowski, Amelie Jung, Patricia Steinjan, Dajana Naeveke, Fabienne Fey, Jenna Eggenstein, Nadja Mack und Paul Engel. „Auch die Einzelplatzierungen der Damen können sich sehen lassen.“ Die Medaillen sind in dieser Klasse für die deutschen Damen jedoch noch nicht in Reichweite.