Ringen: Schwerathletikverband Rheinland sieht ARGE-Krise „noch lange nicht gelöst“

Die Spaltung der Ringerligen in Rheinland-Pfalz bedeutet aus Sicht des Schwerathletikverbandes Rheinland für die Vereine und Mannschaften weniger Kämpfe und damit auch weniger Sponsoren- und Veranstaltungseinnahmen. Foto: M. HeinzeDer Schwerathletikverband Rheinland (SVR) sieht die Krise der Arbeitsgemeinschaft (ARGE) Ringen Rheinland-Pfalz, der er gemeinsam mit den Landesverbänden von Rheinhessen und der Pfalz angehört, noch lange nicht gelöst. Enttäuscht zeigte sich der Verbandsvorstand, der bei einer Sitzung in Großholbach im Westerwald über die aktuelle Situation beriet, auch vom Verlauf der ARGE-Mitgliederversammlung Ende Juni in Schifferstadt. „Hier gab es viel Selbstgerechtigkeit, wenig Selbstkritik, aber leider keinerlei Lösungsvorschläge, wie es denn mit der ARGE Ringen weitergehen soll“, meinte SVR-Vizepräsident Dieter Junker. Die Versammlung in Schifferstadt sei vor allem von gegenseitigen Schuldvorwürfen geprägt gewesen, zeigten sich die Vorstandsmitglieder ernüchtert. Immerhin habe ARGE-Präsident Peter Gölz, der auch der Präsident des Schwerathletikverbandes Rheinhessen ist, angekündigt, in der nächsten ARGE-Präsidiumssitzung konkrete Vorschläge zur Lösung der Krise zu machen. „Hier werden wir abwarten, was für Vorschläge kommen und schauen, ob es dann wieder zu einer arbeitsfähigen Arbeitsgemeinschaft kommen kann. Denn davon kann derzeit leider nicht die Rede sein“, so Sonja Stamm, die Vizepräsidentin Finanzen des Schwerathletikverbandes Rheinland.

Allerdings zeigten sich einige Vorstandsmitglieder auch skeptisch, ob dies kurzfristig gelingen kann, angesichts von Schreiben beispielsweise aus dem Ringerverband Pfalz, wo bereits von einer Auflösung der ARGE Ringen die Rede ist. „Hier ist noch viel zu tun, aber der Schwerathletikverband Rheinland ist nach wie vor zu einer konstruktiven Zusammenarbeit bereit, die aber partnerschaftlich, vertrauensvoll und ehrlich sein muss“, betonte Sonja Stamm. Der SVR-Verbandsvorstand warnte vor allem vor den negativen Folgen für die Sportler und die Vereine durch diesen Streit innerhalb der ARGE Ringen. „Noch gehört Ringen im Rheinland wie auch in Rheinland-Pfalz zu den erfolgreichen Sportarten. Doch das wird, wenn der Streit noch länger dauert, aufs Spiel gesetzt“, mahnte Thomas Ferdinand, Präsident des Schwerathletikverbandes Rheinland. Dies gelte beispielsweise für die Spaltung der Ringerligen in Rheinland-Pfalz, was für die Vereine und Mannschaften weniger Kämpfe bedeute und damit auch weniger Sponsoren- und Veranstaltungseinnahmen zur Folge habe, betonte der Verbandsvorstand. Darum sei es wichtig, dass möglichst bald wieder zu einem vernünftigen Miteinander der drei rheinland-pfälzischen Ringer-Landesverbände gefunden werde. Der Vorstand erwarte in der nächsten ARGE-Sitzung vor allem auch konkrete Vorschläge zur Verbandsrunde im Ringen 2019 und zu den RLP-Meisterschaften im kommenden Jahr.