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Tennis: Bei den RLP-Meisterschaften in Mainz holen sich Selina Dal und Marvin Rehberg den Titel

Überraschungsfinalistin: Fabienne Schmidt vom HTC Bad Neuenahr. Foto: TVRDie Meisterschaften 2018 der Aktiven des Tennisverbandes Rheinland-Pfalz endeten mit zwei Premieren: Selina Dal (BASF TC Ludwigshafen) und Marvin Rehberg (TC Römerberg) freuten sich jeweils über ihren ersten Landestitel. Die besten Tennisspielerinnen und Tennisspieler des Landes haben an vier begeisternden Turniertagen auf der Anlage des TSC Mainz über ein sonnig-sommerliches Fronleichnam-Wochenende ihre aktuell Besten ermittelt. Die 16 Jahre junge, topgesetzte Selina Dal wurde ihrer Favoritenrolle gerecht und feierte per 6:3, 2:6, 10:6 gegen Überraschungsfinalistin Fabienne Schmidt (HTC Bad Neuenahr) den Turniersieg. Marvin Rehberg, als Nummer drei der Setzliste gestartet, stand in der Herren-Konkurrenz nach der verletzungsbedingten Aufgabe seines Finalgegners Tejas Chaukulkar (TC Mutterstadt) beim Stand von 7:6, 2:0 aus Rehbergs Sicht ganz oben.

Die Gemütslagen hätten kaum unterschiedlicher sein können: Selina Dal strahlte übers ganze Gesicht und nahm erleichtert und glücklich die Gratulationen entgegen. Fabienne Schmidt hatte Tränen der Enttäuschung in den Augen, direkt nach Matchende überwog der Gedanke an eine verpasste Chance. Denn die Überraschungsfinalistin aus Bad Neuenahr war nach mehreren Kraftakten in den Runden zuvor auch im Finale drauf und dran, die Partie gegen eine Favoritin noch zu drehen.  In einem durchweg ausgeglichenen Endspiel schien die an Position sechs gesetzte Herausforderin den Schwung aus dem gewonnenen zweiten Satz mitnehmen zu können. 3:0 lag Schmidt im Matchtiebreak vorne. „Aber in der entscheidenden Phase habe ich zu viele Fehler gemacht“, sagte die 20-Jährige enttäuscht. Plötzlich lag sie 4:6 hinten, Dal riskierte nun wieder mehr und schnappte sich den Titel. „Ich war zwischendurch etwas nervös, weil ich hier unbedingt gewinnen wollte“, gestand die Regionalliga-Spielerin des BASF TC Ludwigshafen. „Doch dann habe ich mich wieder konzentriert und versucht, Punkt für Punkt zu spielen. Das hat Gott sei Dank geklappt.“ Dass es im Finale für Fabienne Schmidt nicht zum Titel reichte, änderte nichts an insgesamt starken Meisterschaften. Schließlich hatte die 20-Jährige im Viertelfinale mit Anne Zehetgruber (TC Ludwigshafen-Oppau/0:6, 7:5, 10:8), Rheinland-Pfalz-Vizemeisterin von 2015, und Dana Heimen (TC Ludwigshafen-Oppau/6:7, 6:2, 10:6) im Halbfinale die Nummer zwei und drei des Tableaus ausgeschaltet. Schmidt dann doch ein wenig stolz: „Dabei war ich mental schon auf dem Heimweg, nachdem ich im Viertelfinale den ersten Satz in 20 Minuten 0:6 verloren hatte.“

Lange Zeit schien sich im Kampf um den Herrentitel 2018 eine noch umkämpftere Partie abzuzeichnen. Marvin Rehberg und Tejas Chaukulkar, in Mainz an Position drei und vier gesetzt,  lieferten sich einen komplett ausgeglichenen ersten Satz. Mit sehenswerten Gewinnschlägen und vermeidbaren Fehlern auf beiden Seiten. Zunächst erspielte Rehberg sich bis zum 4:2 einen kleinen Vorteil, kassierte jedoch das schnelle Rebreak. Chaukulkar musste nun aufgrund von Schulterbeschwerden eine erste Verletzungspause nehmen. Trotzdem ging es in den Tiebreak, in dem Rehberg eine 5:2-Führung nicht mehr abgab und sich mit 7:4 den ersten Satz holte. Doch nach zwei Spielen im zweiten Satz ging bei Chaukulkar nix mehr, der 28-Jährige gab verletzungsbedingt auf. Seit drei Tagen schon quälten den aktuellen Pfalz-Vizemeister Probleme an der Schulter und im Arm. „Das ist schade. Aber ich wollte nichts riskieren“, sagte Chaukulkar. Also freute sich Marvin Rehberg über seinen ersten Landesmeister-Titel bei den Herren. Nach dem einen oder anderen Marathonmatch wie gegen Lenhard Haupt (TC Boehringer Ingelheim) beim 6:1, 4:6, 14:12-Auftakt oder im Viertelfinale gegen Youngster Mika Lipp (4:6, 6:4, 10:6). Der 14-jährige Spieler des TSC Mainz hatte Rehberg ordentlich in Bedrängnis gebracht. Oder wie Rehberg meinte: „Ich habe den Druck gebraucht, um mich zu bewegen.“ Und um bereit zu sein, als mit Sven König (TSV Schott Mainz) und Hallen-Rheinland-Pfalz-Meister Christian Braus (TC Römerberg) die beiden topgesetzten Konkurrenten jeweils in ihren ersten Matches gescheitert waren. Schließlich hatte Rehberg sich von vorneherein etwas ausgerechnet in Mainz. „Als ich die Meldeliste gesehen habe, dachte ich, das Turnier kannst Du gewinnen.“