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Sportschießen: Beim 67. Landesschützentag des PSSB in Kastellaun wird Günther Vetter zum neuen Präsidenten gewählt

Will den Konflikt mit dem Rheinischen Schützenbund lösen: Der neue PSSB-Präsident Günther Vetter (r., mit Landesschützenkönig Sebastian Herrmany). Foto: R. WirtzBeim 67. Landesschützentag des Pfälzischen Sportschützenbundes (PSSB) in Kastellaun ist Günther Vetter als Nachfolger von Horst Brehmer zum neuen Präsidenten gewählt worden. Pünktlich um 9.30 Uhr sorgten die Böllerschützen unterhalb der Kastellauner Burg eindrucksvoll für das Erwachen der Stadt. Anschließend erfolgte traditionell der Einzug der Fahnenträger, von den angeschlossenen Kreisen in die Stadthalle. Der erste Höhepunkt war die Proklamation des Landesschützenkönigs. Alle Kreiskönige des Verbands mussten in ihrem Programm 20 Schuss abgeben. Nach der Auswertung wurde der Schütze mit dem besten Teiler Landeskönig. Am Ende siegte Sebastian Herrmany mit hervorragenden 11 Teilern. Herrmany wird 2019 den PSSB beim Bundeskönigsschießen würdig vertreten. Bei der Delegiertenversammlung wurde im Bericht des Präsidiums kurz auf die Ausbildungsarbeit und die sportlichen Erfolge im Jahr 2017 eingegangen. Bei den Finanzen wurde 2017 ein Verlust erzielt. Unter anderem sorgte die Neuausstattung der Geschäftsstelle mit aktueller Hard- und Software, die Einführung eines neuen Wettkampfprogramms und nicht zuletzt der andauernde Rechtstreit mit dem Rheinischen Schützenbund (RSB) für diesen Verlust. Dennoch besteht kein Grund zur Besorgnis. Es kann davon ausgegangen werden, dass in den nächsten Jahren keine größeren Anschaffungen anstehen. Einstimmig wurde das Präsidium durch die Delegierten entlastet. Wichtigster Punkt war die Wahl eines neuen Präsidenten. Seit dem Rücktritt von Horst Brehmer Ende 2017 war der Posten vakant. Als einziger Kandidat trat der 2. Vizepräsident Günther Vetter an. Mit überwältigender Mehrheit von 95 Prozent wurde Vetter zum neuen Präsidenten gewählt.

Für den Posten des 2. Vizepräsidenten stellten sich Klaus Baßler, Hans-Frieder Dippi und Kurt Lauterwasser zur Wahl. Mit beachtlichen 186 Stimmen wurde Baßler gewählt. Damit ist das PSSB-Präsidium wieder komplett besetzt. Zum Ende der Versammlung wurden Anträge behandelt. Diskutiert wurde über die 2017 beschlossene Erneuerung der Satzung. Die bisherige Eintragung scheiterte unter anderem an so genannten Eintragungshindernissen und den Einsprüchen des RSB. Hauptstreitpunkte sind die Beschreibung des Gebietes sowie die beabsichtigte neue Namensgebung. Beides stößt beim RSB auf Widerstand und mündete in den Rechtsstreit. Um endlich eine endgültige, für beide Seiten tragbare Lösung herbeizuführen, traf man sich im Januar mit dem Rheinischen Schützenbund unter Moderation des Deutschen Schützenbundes. Trotz der erheblichen Differenzen könnte sich ein Weg aus dem Dilemma anbahnen, der für PSSB und RSB, aber auch für den Deutschen Schützenbund tragfähig ist. Vetter schlug der Versammlung vor, die Satzung gemeinsam mit dem Rechtsbeistand zu überprüfen, beanstandete Textteile nach der neuesten Rechtsprechung zu ändern und Eintragungshindernisse zu beseitigen. Wenn dies zur Zufriedenheit abgearbeitet und rechtlich geprüft wurde, kann in der nächsten Delegiertenversammlung eine komplett überarbeitete Satzung vorgelegt werden. Hier ist nun das PSSB-Präsidium gefordert, diese Lösung herbeizuführen. Nun muss alles getan werden, dass endlich wieder ruhige Zeiten eintreten und das Hauptaugenmerk dem Sport gilt. Vielleicht lässt sich daraus auch eine Möglichkeit entwickeln, dass wieder ein freundschaftliches Verhältnis zu unserem benachbarten Landesverband RSB heranwächst. Allen Mitgliedern und Sportlern beider Landesverbände ist das mehr als zu wünschen.