Leichtathletik: DM-Titel für Junk, Silber und Rekord für Kolberg

Nicht an die Erfolge vom vergangenen Jahr anknüpfen konnte der Leichtathletik-Verband Rheinland (LVR) bei den Deutschen Jugend-Meisterschaften der U18 und U20 in Ulm. Während es 2016 noch 15 Top-Acht-Platzierungen zu feiern gab, kamen diesmal nur drei Athletinnen auf die vorderen Plätze. Sie gehören alle der U20 an, während in der jüngeren Altersklasse und bei den männlichen Jugendlichen keine Platzierungen heraussprangen. Doch was in der Breite nicht so gut lief, machte die Spitze wett: Sophia Junk (LG Rhein-Wied) und Majtie Kolberg (LG Kreis Ahrweiler) zeigten herausragende Leistungen.

Sophia Junk erzielte mit dem DM-Titel nach einer glänzenden Saison mit EM-Gold und Silber sowie U20-Weltrekord mit der Staffel einen weiteren von vielen Erfolgen. Sie verzichtete in Ulm auf einen Start über 100 Meter und konzentrierte sich auf ihre Spezialdisziplin. Ihren 200-Meter-Vorlauf gewann die 18-Jährige mit Abstand und knapp drei Stunden später stand sie im Finale. Ihre Gegnerinnen waren unter anderem ihre Staffelrekord-Kolleginnen Kathrin Fehm (ESV Amberg) und Jennifer Montag (Bayer Leverkusen). Junk setzte sich souverän gegen die starke Konkurrenz durch und krönte ihren Sieg mit neuer Bestzeit von 23,35 Sekunden.

Majtie Kolberg konnte sich bei ihrem Vorlauf über 800 Meter Zeit lassen: 2:15,54 Minuten reichten, um zu gewinnen und die Finalteilnahme zu sichern. In den Endlauf setzte sich gleich nach dem Start Favoritin Jana Reinert (LG Region Karlsruhe) an die Spitze. Doch Kolberg war ihr stets auf den Fersen und hielt als einzige das Tempo annähernd mit. Während Reinert ihren Vorsprung mit 2:05,53 Minuten ins Ziel trug, folgte Kolberg unangefochten auf Platz zwei. Mit ihrem Resultat von 2:06,94 Minuten stellte sie nicht nur eine persönliche Bestzeit auf, sondern knackte auch den fast 40 Jahre alten Rheinland-Rekord der Frauen. Ebenfalls Bestzeit über 800 Meter lief Morgane Dusaux (LAZ Birkenfeld) in 2:13,30 Minuten. Nachdem sie die erste Runde eher am Ende des Felds lief, kämpfte sie sich noch auf den fünften Platz vor.