Taekwondo: Lena Unrau und Viviana Valentino gewinnen WTF-Weltranglistenturnier in Maribor

Erfolgreich in Slowenien (v.l.): Viviana Valentino und Lena Unrau. Foto: TURPLena Unrau und Viviana Valentino, die Spitzentalente der Taekwondo-Union Rheinland-Pfalz (TURP), haben ihre Kassen beim Weltranglistenturnier der World Taekwondo Federation (WTF) im slowenischen Maribor gewonnen und damit bereits sehr früh im Jahr die Nominierungskriterien der Deutsche Taekwondo Union für die in der zweiten Jahreshälfte anstehenden Kadetten Welt- und Europameisterschaften erfüllt.

Lena Unrau (Taekwondo Club Ingelheim), die noch vor einem Monat bei der German Open verletzungsgehandikapt früh die Segel streichen musste, zeigte sich in Slowenien wieder in hervorragender Verfassung und steigerte sich von Kampf zu Kampf. Über drei klare Siege erreichte die 13-jährige Ingelheimerin das Finale, wo sie auf Ela Jelic traf. Auch gegen die Kroatin setzte sich die amtierende Vize-Europameisterin klar mit 11:5 Punkten durch und entschied die weibliche Kadettenklasse bis 47 Kilogramm für sich.

Viviana Valentino gelang nach dem Gewinn der German Open in Hamburg auch der Sieg in der weiblichen Kadettenklasse bis 55 Kilogramm. Die 14 Jahre alte Bad Kreuznacherin hielt sich über vier Kämpfe schadlos, wobei ihr im Finale ein 17:12 Punktesieg gegen die US-Open Siegerin Svetlozara Uvakova aus Bulgarien gelang. Damit erfüllt auch die amtierende Deutsche Kadettenmeisterin vorzeitig die Nominierungskriterien für WM und EM.

„Mit diesen Leistungen ist den beiden Ausnahmetalenten auch bei WM und EM durchaus eine Medaille zuzutrauen“, urteilte Waldemar Helm, TURP-Vizepräsident Leistungssport. Bei der in zwei Wochen stattfindende Dutch Open in Eindhoven gehen beide Sportlerinnen bereits für die deutsche Nationalmannschaft an den Start. Zwei weitere Bronzemedaillen für die TURP steuerten die für den TCI startenden Wettkämpferinnen Madeline Folgmann (Damenklasse bis 53 Kilogramm) und Emel Karagöz (weibliche Kadettenklasse bis 55 Kilogramm) bei. René Ackermann (in Slowenien für die deutsche Nationalmannschaft am Start) und Jasina Müller blieben trotz guter Leistungen ohne Medaille.