Behindertensport: Landesjugendspiele in Nieder-Olm erweisen sich wieder einmal als dauerhaft zeitgemäß

Wie immer im Mittelpunkt der Landesjugendspiele: Spezielle Wettkämpfe für jeden Behinderungsgrad. Insgesamt mischten mehr als 300 Schüler aus Einrichtungen in ganz Rheinland-Pfalz an den Wettkämpfen mit. Foto: BSV RLPWenn eine Veranstaltung in die Jahre kommt, dann kann sie viel von ihrem Reiz verlieren. Sie kann aber auch im Alter von Mitte 40 noch zeitgemäß sein. Letzteres trifft auf die Landesjugendspiele zu, die er Behinderten- und Rehabilitationssport-Verband Rheinland-Pfalz (BSV) seit den 70er Jahren durchführt. Traditionell treffen sich die Schüler aus den Behinderten-Einrichtungen in RLP in Nieder-Olm, um sich in sportlichen Wettkämpfen miteinander zu messen. Meistens war das in den vergangenen Jahren im Juni der Fall, also kurz vor den Sommerferien. In diesem Jahr wurde der Termin auf Mitte Mai vorgezogen – und die Veranstalter trafen damit ins Schwarze. Denn wie bei jeder Freiluft-Veranstaltung spielt das Wetter eine entscheidende Rolle. Und da waren die Organisatoren rund um BSV-Sportreferent Dominic Holschbach in jüngster Vergangenheit schwer gebeutelt. Mal mussten sie sich mit brutaler Hitze und mal mit Starkregen auseinandersetzen. In diesem Jahr waren die Rahmenbedingungen optimal: Sonnig, nicht zu heiß – und trocken.

Weiterlesen

Fußball: Kinderfußball neu gedacht / Pilotprojekt im Kreis Mainz-Bingen

Kindern den Fußballsport altersgerecht und spielerisch näher bringen - diesem Plan hat sich der Südwestdeutsche Fußballverband mit dem Kreisjugendausschuss in Mainz-Bingen und Mainz 05 verschrieben. Im Rahmen eines Pilotprojektes „Zukunft des Kinderfußballs“ werben die Mitglieder des Kreisjugendausschusses für ein Umdenken in den Altersklassen der F- und G-Jugend. Ziel ist es, den Spielern in diesen Altersklassen eine Spielform zu ermöglichen, bei der die Anzahl der Ballkontakte und die Spielzeiten möglichst groß sind, der Spaß im Mittelpunkt steht und nachhaltige Entwicklungserfolge erzielt werden können. Dieses Konzept, das auch vom Deutschen Fußball-Bund große Unterstützung findet, basiert auf der Spielform Funino von Horst Wein und dem weiterentwickelten Konzept von Prof. Dr. Dr. Matthias Lochmann. In den untersten Altersklassen setzt das Projekt auf wenige, einfach verständliche Regeln und einer kindgerechten Wettkampfform, bei der auf einem normalen Fußballfeld zeitgleich auf acht Spielfeldern bis zu 64 Kinder aktiv teilnehmen können. Durch ständige Rotation auf den Plätzen entsteht ein anhaltender Spielfluss ohne lange Auszeiten. Die bewusst klein gehaltene Abmessung der Spielfelder sowie die Anzahl von vier Toren, erhöhen die Anzahl an Ballkontakten und ermöglichen jedem Kind, als Erfolgserlebnis, Tore zu erzielen. Gespielt wird Drei gegen Drei (plus ein bis zwei Rotationsspieler), bei einer Spieldauer zwischen sieben und zehn Minuten je Spiel. Nach einem Tor erfolgt bei beiden Teams eine Rotation der Spieler, sodass sich die Kinder ständig abwechseln und auch in neuen Konstellationen zusammenspielen. Dies führt zu einer Förderung der Spielintelligenz, der Kreativität und der Erfolgserlebnisse jedes einzelnen Kindes. Da dieses Pilotprojekt mit Kosten verbunden ist, suchte sich der Kreisjugendausschuss frühzeitig Verbündete und rannte damit bei einem Verein im Kreis offene Türen ein. Mainz 05 erklärte sich sofort bereit, für dieses Pilotprojekt nicht nur mit seinem Namen als Pate bereit zu stehen, sondern es auch in materieller Form zu unterstützen.

Weiterlesen

Ringen: Robin Ferdinand vom ASV Boden Deutscher Vize-Meister im Freistil

Gibt immer alles: Der Nackenheimer Publikumsliebling Robin Ferdinand. Foto: M. HeinzeUnd wieder schafft er den Sprung auf das Siegerpodest: Robin Ferdinand vom ASV Boden hat bei der DM im freien Stil im saarländischen Riegelsberg die Silbermedaille gewonnen und ist neuer Deutscher Vize-Meister in der Kategorie bis 125 Kilogramm. Sieben Sportler hatten in dieser Gewichtsklasse gemeldet, lediglich drei gingen an den Start. So war klar, dass Robin Ferdinand mit seinem Sieg gegen den Vorjahres-Zweiten Felix Krafft vom TuS Adelhausen bereits Silber sicher hatte, da dieser seinen ersten Kampf verloren hatte. Beide Sportler, die sich schon lange kennen, lieferten sich einen großen Kampf, bei dem der Westerwälder Ringer, der in der Bundesliga für den SV Alemannia Nackenheim auf die Matte geht, am Ende mit 9:8 Punkten die Oberhand behielt. Im Finale hatte Ferdinand gegen den Titelverteidiger, mehrfachen Deutschen Meister und Olympia-Teilnehmer von 2012 Nick Matuhin vom 1. Luckenwalder SC, keine Chance und unterlag vorzeitig mit 0:11 Punkten. Im vergangenen Jahr war der Ringer Vierter in dieser Gewichtsklasse geworden.

Weiterlesen

Leichtathletik: LVR-Läuferinnen Sophia Junk und Majtie Kolberg international im Einsatz

Sprinterin Sophia Junk (LG Rhein-Wied) ging im Mai erneut im Nationaltrikot am Start. Die U20-Staffelweltmeisterin von 2018 wurde gleich in ihrem ersten Jahr in der Aktivenklasse für die deutsche 4x200-Meter-Staffel bei den IAAF World Relays in Yokohama (Japan) nominiert. Vor der WM nahm sie mit dem DLV-Sprintkader an einem dreiwöchigen Trainingslager in Japan teil. Junk übernahm in der recht jungen deutschen Staffel mit Jennifer Montag, Katrin Fehm und Jessica-Bianca Wessoly die dritte Position. Bei nur neun gemeldeten Staffeln gab es keinen Vorlauf. Nach 1:34,92 Minuten kam der deutsche Staffelstab als Fünfter ins Ziel. Gold ging an Frankreich. Mittelstreckenläuferin Majtie Kolberg (LG Kreis Ahrweiler) wurde als eine von 21 deutschen Leichtathleten vom DOSB für die European Games (21. bis 30. Juni in Minsk) nominiert.

Weiterlesen

Behindertensport: Sportfest für alle in Mülheim-Kärlich am 31. August / Tag im Zeichen der Inklusion

Voller Vorfreude auf die inklusive Premiere am 31. August 2019: Dietmar Thubeauville (Vizepräsident Special Olympics RLP, 2.v.l.), Thomas Przybylla (Bürgermeister der Verbandsgemeinde Weißenthurm, 3.v.l.) und Co-Moderator Stefan Zeidan (5.v.l.) gemeinsam mit den vielen weiteren Unterstützern. Foto: W. KootzMit den Special Olympics Sommerspielen findet am 31. August 2019 in Mülheim-Kärlich ein besonderer Tag im Zeichen des inklusiven Sports statt. Im Fokus der Sommerspiele steht das gemeinsame Miteinander im Sport und weniger das Gewinnen. Menschen mit und ohne Behinderung, von Jung bis Alt, sind eingeladen, sich in verschiedenen kostenfreien Angeboten im Badminton, Boccia Fußball, Leichtathletik, Tennis und Tischtennis auszuprobieren und in neue Sportarten reinzuschnuppern. Vorerfahrungen sind nicht nötig und stehen Anfängern und Hobby-Sportlern gleichermaßen offen, eine spontane Teilnahme ist möglich. Für Abwechslung sorgen neben dem Bühnenprogramm das wettbewerbsfreie Spielangebot und die kurzweiligen Gesundheits-Checks. Die Besucher werden auch einen offiziellen Special Olympics Judo-Wettbewerb erleben können. Thomas Przybylla, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Weißenthurm und Schirmherr der Veranstaltung, freut sich bereits jetzt auf die Spiele: „Gemeinsam mit vielen Unterstützern aus der Region wollen wir ein großartiges Fest der Begegnung feiern und viele Menschen mit und ohne Behinderung einbeziehen.“

Weiterlesen